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Eine Ausstellung über Kunst im ersten Weltkrieg, ein nicht einfaches Thema. Mit Respekt und Neugier nähern wir uns den Hallen des Leopold Museums: Trotzdem Kunst!

Die Konzeption der Ausstellung von Stefan Kutzenberger und Ivan Ristic beeindruckte uns, wir hatten gleich Bilder im Kopf.  Düsterness und Geräusche bringen den Besucher in die verstörende Aufbruchsstimmung zu Beginn des Krieges im hohen Zentralraum des Untergeschosses. Selektierte Farbwerte aus den Bildern bilden im weiteren Verlauf die jeweilige Grundlage der schlammgrauen und dunklen Wandgestaltungen, die Verbindungsgänge dazwischen wurden mit hauchdünnen Originalmaterialien zu Erdgängen, Verbretterungen aus Altholz, Stahlblech und Filztunneln. Ein Raum in Raum Konzept schafft zusätzliche Fläche für kleinteilige Formate und vermittelt die Relation einer Kammer zum weiten Feld. Aufgebrochen wird der Rundgang durch die Parallelwelt des Krieges, zu internationalen Ausstellungen und einem Blick in die heimischen Salons mit ihren farbigen Bildern. Der letzte dunkle Tunnel führt direkt in die Neuzeit, eine fast schmerzliche Erfahrung durch den Lichtkontrast, durch den weißen Sonderboden und die diffuse Kaltweißbeleuchtung maximiert: Hier inszenieren zeitgenössische Künstler aus den ehemaligen Feindesländern ihre Gedanken zum Thema. Der Rundgang führt zurück in den Eingangsraum, dem Beginn des Krieges: ein weiteres schmerzliches Déjà-vu, in der aktuellen Weltlage.

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