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Innerhalb eines halben Jahres nach Brand entstand ein Ensemble, das den Gast unprätentiös umfängt, sich klar in seinen verschiedenen Funktionen artikuliert und lokale Materialien und Formen interpretiert: Die dunkle gegerbte Holzhaut alter Strandbäder, der Pragmatismus einfacher Bootshäuser mit ihren blickgeschützten Dachterrassen, die Geste des Bügels, der Innen- und Aussenraum nahtlos ineinander fließen lässt und gleichzeitig als verbindendes Portal vom Restaurantgarten in den Erholungsbereich dient und nicht zuletzt die verschachtelte Geometrie gewachsener Dörfer.

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Die nach einem Hotelbrand entstandene Betriebsunterbrechung wurde von den Betreibern zu einer Erweiterung des Wellness Bereiches genutzt, der auch von diesem Brand betroffen war. Das weitläufige Grundstück im Rücken des Hotels, mit existierendem Pool und Gästehaus, sollte bebaut werden, ohne die Proportion der Anlage und ihre landschaftliche Einbettung zu stören. Eine regengeschützte Anbindung zum Hoteltrakt und die Integration des Wirtschaftshofes mit Garage stellten weitere Anforderungen dar. Aufgrund des Zeitdrucks wurde umgehend ein Konzept der Wiener Architektengruppe archiguards eingeholt, das eine grosse Erdwelle für den Sauna- und Wellnessbereich und zwei vorgelagerte Pavillions aus Holz vorsah; einer als markanter Bügel für Cafe und Lounge, der zweite als geschlossener Kubus mit Dachterrasse, die Behandlungs- und Sporträume beinhaltend. Daran angeschlossen, an der uneinsehbaren Seite, schneidet sich ein Ruhehof mit asiatischen Anklängen in den Erdwall. Der Südseite vorgelagert werden der dorfartigen Struktur holzbelegte Terrassen, Wasser- und Pflanzbecken. Da die grüne Wiesenwelle einen Grossteil der Raumkubatur aufnimmt, können die restlichen Baukörper in kompakter, maßstabsgerechter Grösse wirken, ihre einfachen Form nur durch Material und leicht verdrehte Positionierung differenzierend, um den existierenden Proportionen und Richtungen des Bestands gerecht zu werden. Um die (Wieder-) Eröffnung zu Sommeranfang zu gewährleisten, wurde mit der Ausführung der bereits mit der Renovierung des Hoteltraktes betraute Architekt Wolfgang Wallner beauftragt. Kosten- und Zeitdruck führten zu einer Reihe von Abänderungen vom ursprünglichen Projekt, das Konzept an sich und die gewünschte Atmosphäre konnten beibehalten werden. Der das Gelände zonierende Bügel des Cafes wurde gekürzt und mit einem konventionellen Flachdach versehen, Fenster- und Materialwahl insgesamt an die Firmenliste des Hotels angepasst.