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vorplatz

Der Vorplatz selbst versteht sich als Weiterführung beziehungsweise Spiegelung des Foyers in die Umgebung und verzahnt dieses mit den Oberflächen der Stadt. Scheinbar schwebende Betonplatten, die auch als Sitzgelegenheit verwendet werden können, gliedern in Grösse und Proportion der Vitrinen im Inneren die Fläche dreidimensional und beleuchten durch wartungsfreie LED Lichtstreifen auf der Unterseite die umgebende Bodenfläche. Zusätzlich können integrierte Lautsprecher unterschiedliche „Kulturatmosphären“ wiedergeben, hörbar nur im direkten Nahbereich der Bänke, gesteuert von den DVD Playern des Foyers. Die dynamische Anordnung der Elemente und Flächen bekommt besonders vor dem rhythmischen Hintergrund der Lamellen aus der Ansicht der Autofahrer eine besondere Bedeutung. Gemeinsam mit den wassergebundenen Versickerungsflächen im Bereich der Bäume ergeben sich fünf kleine platzartige Flächen. Kopfsteinpflaster definiert die übrige Fläche als städtische Zone, die Hecke und Pflanzbeete bieten pflegeleichte grüne Elemente. Verbunden wird dieser Platz mit dem Foyer über eine mit dem Gehsteig bündig in die Strassenfläche eingelassene Beton“brücke“ die bis zur freistehenden Lamellenwand am Vorplatz weitergeführt wird. Der Gehsteig selbst wird ortsüblich in Gussasphalt ausgeführt, um den Entwurf in die Stadtfläche zu verankern. Vor dem U Bahnabgang Richtung Rathaus aufgestellte Lamellen und weitere freistehende Lamellen in Verlängerung der Beton“brücke“ schaffen besonders nachts einen eindrucksvollen Lichtraum zwischen Fassade des Hauses und dem Vorplatz und heben zusätzlich die ansich rein funktional gestaltete Lamelle auf eine skulpturale Ebene. Grafische Orientierung bietet eine weitere Infomationsstele, die abgewandelt zur Foyerstele gestaltet ist, aber eine in Bezug auf die Position und Sichtbarkeit adaptierte Grafik erhält. Links und rechts des Eingangs positionierte transparente Glasquader tragen Adressbezeichung und Klingel, ohne die Nischensituation zu stören und komplettieren die Informationsebene.

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Innenenraum -foyer

Das Foyer selbst wird von der Portierloge und einem weiteren Büro befreit und umfängt nun das scheinbar freistehende Oktogon. Grosszügigkeit und Weite werden durch gegenüber angeordnete Spiegel erreicht, die das Foyer scheinbar über die gesamte Fassadenlänge erstrecken lassen. Der Raum ist leer, um Flexibilität bei gleichzeitiger Reduktion zu bieten, nur der beinahe weisse Steinboden trägt in vertieften Vitrinen (Bodentanks), deren Glas betreten werden kann, Informationsträger in Form von Bildern und Grafiken. Zukünftig könnten Bildschirme, welche mit Signalleitungen an einen Computer angeschlossen sind, mit Slideshows, Powerpointpräsentationen, Willkommensbotschaften oder Farbflächen aufs einfachste bespielt werden. In einem versteckten Schrank hinter der linken Spiegelfläche befinden sich des weiteren DVD Player, die ebenfalls zur Dauerbespielung verwendet werden können. Durch die ansonsten weisse Ausführung des Raumes bekommen bewegte und bunten Bilder besondere Dramatik. Eine Programmierung wird vorsehen, dass bei Nichtbenutzen der Anlage eine Daueranimation, die auch das Logo (die Logos) des Hauses integriert, die Bildschirme ziert. In die Vitrinen integriert sind auch Beleuchtungskörper.

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einleitung

Das Projekt sieht eine optische und funktionelle Klärung des Erdgeschossbereiches und der Vorplatzsituation vor. Die Vielzahl der unterschiedlichen Einbauten der Sockelzone erhält eine einheitliche Lösung, die alle Anforderungen der jeweiligen Strukturen sowie auch künftiger Nutzungen abdecken soll. Die Grundstruktur des Hauses selbst beziehungsweise die Fassadengliederung insbesondere der Eingangssituation wird respektiert und beibehalten.

fassade

Das Element der Lamelle verbindet Tiefenwirkung mit optischer und luftströmungstechnischer Durchlässigkeit. Auf einem Sockel angeordnet, der das Erdgeschossniveau nach aussen weiterführt, kann sie bei der Montage in verschiedenen vertikalen Winkeln angeordnet werden. Die Lüftungsanlage der Traforäume wird somit nicht eingeschränkt, aber optisch verdeckt. Im Bereich der Druckerei kann ein Winkel gewählt werden, der direktes Sonnenlicht ausblendet, um optimale Arbeitsbedingungen und gerichteten Ausblick ermöglicht. Die Lamellenfelder berühren die Laibungen des Altbaus nicht, halten Respektabstand und wirken wie aus dem Boden bzw. Sockel heraus extrudiert. Die Trennlinie zwischen neuer Intervention und Bestand ist somit klar, die verwirrenden Einbauten werden abgedeckt. Die Lamellen werden bei Einbruch der Dunkelheit mit energiesparenden Lichtsystemen (LED/NEON-färbig) hinterleuchtet, um die Tiefenwirkung weithin sichtbar zu inszenieren.