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Für einen Softwareentwickler entsteht im Süden von Wien ein Gebäude als lebendiger intelligenter Organismus, das seine Ruhe aus der selbstverständlichen Ausnutzung seiner Bestandteile zieht, seine Kraft aus der Einfachheit der Anordnung. Sonne, Ausblick und logistische Funktion beziehungsweise Lage werden in der Planungsphase die Gebäudeteile formen und ausbilden. Natürliche Belichtung, selbstregelnde Belüftungs-/Heizungssysteme, Minimierung der Aussenhaut und Speichermassen sind Parameter. Im Bereich der Büroflächen bilden Raumtragwerke aus Massivholz das prägende Element, solar wirksam ohne Verkleidung eingesetzt; zusätzliche Wärmedämmung wird nur abhängig von der Himmelsrichtung berechnet. Strahlenförmig teilen Grünkeile die in sich flexiblen Büroflächen in überschaubare Zonen. Durch die konische Ausformung werden tote Winkel vermieden. Das zentrale Atrium, Anker- und Kernpunkt der Anlage hat freien Ausblick in alle Richtungen, die Baumasse werden durch die Perspektivwirkung fast unsichtbar.

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Betreten wird das Gebäude an der Nord-Ost Ecke über einen keilförmigen, ansteigenden Vorplatz, dessen Seitenwände umfangen und in das zentrale Atrium geleiten. Auf dieser Bühne spielt sich die Beziehungen der Mitarbeiter untereinander und zum Unternehmen, zum Kunden und zur Umwelt ab. Architektur kann Innovationsprozesse fördern und beschleunigen, wenn sie die jeweils benötigte Stimmung und Funktion optimal unterstützt bzw. bereitstellt. Zum Herzstück der Anlage, dem Veranstaltungssaal, sind ringförmig Besprechungsräume situiert, die unterschiedliche Grösse ermöglicht Orientierung und Flexibilität, aber auch Benutzung für erweiterte Firmenveranstaltungen. Der Veranstaltungssaal selbst bildet durch seine charakteristische Form den Mittelpunkt des "Stadtplatzes". Durch die Anordnung entstehen Gassen, Plätze und Zwischenräume, die ineinander fliessen gleich einer italienischen mittelalterlichen Stadt. Von der Galerieebene des zweiten Bürogeschosses, kann das Treiben auf dem Platz beobachtet werden, der Raum wird dreidimensional erlebbar. 3 Gärten, dem Morgen, der Mittagszeit und dem Abend zugeordnet und unterschiedlich ausgeformt, bilden das Bindeglied zwischen der architektonischen Natur des Innenraums und der wilden Natur der Umgebung.