big.jpg
balken.jpg
balken_1.jpg
balken_2.jpg
bild_1.jpg
balken_3.jpg
plan_1_big.jpg
plan_2_big.jpg

Ein Loft im 6. Bezirk, ein Traum, einfach ein 130m2 grosser Raum mit Rippendecke und einer Stütze in der Mitte. Die Realität des Wunsches, den Raum so zu gestalten, auf dass er sich nicht verändere und trotzdem bewohnbar wird mit allen Facetten, abseits studentischer Geisselungen und Experimente. Wie eine Amöbe schmiegt und formt sich ein zweiter Körper in das beinahe Quadrat, erzeugt Zwischenräume und Fluchten, freilich ohne die klassische Proportion zu verdecken. Die Decke wird nicht berührt. Der leidenschaftliche Radfahrer kann (könnte) noch immer seine Kreise ziehen. Im neuen Körper integrieren sich das Bad, Stauräume, speziell herausziehbare Staumöbel wie Kofferwägen eines Hotels, hinter denen sich aufgehängt das Fahrrad im Winter befindet, und Schiebetüren, die das Loft in Räume teilen, fast zu klassisch in beinahe kleinbürgerlicher Grundrissgestaltung mit Pantoffelgang. Das Bad ist eine Zelle im besten Sinn, kompakt und integrativ: der hölzerne Duschboden lässt sich hochklappen und Dusche wird Wanne, ein Stufenblock ist Stauraum; „Corian“, fugenlos und Schiffsbausperrholz sind die 3 Stichworte, und natürlich Licht, aber das ist ohnehin überall. Ein Fenster verbindet das Bad nach Aussen, seltsamerweise über die Küchenarbeitsplatte. Einzelne Bilder, ausgewählte Möbel und ein ganz spezieller Tisch, der Arbeitstisch, Esstisch, Podest und Wandbild sein kann, bilden die Bewohner des Lofts, wenn der Hausherr nicht da ist. Was noch: ein Vorhang schafft zusätzliche Proportionen und Layer, verschwindet aber in eigenen Garagen, und ein Birkenstamm, fast wie frisch aus dem die Aussicht beherrschenden Park geschnitten, hilft uns den Herdblock zu stützen. - ihm ein besonderes Dankeschön.