big.jpg
balken.jpg
plan1.gif
plan2.gif
balken3.jpg
balken4.jpg
balken5.jpg

der kleinere bauteil der anlage kann über das gemeinsame eingangsfoyer entweder in beiden geschossen an das haupthaus angekoppelt werden oder auch separat bewohnt werden. auch hier kommt das spiel aus horizontalität und vertikalität voll zum tragen. ein oberlicht fängt licht über eine zweigeschossige bilderwand ein. exakt gesetzte öffnungen rahmen bestimmte teile der landschaft, ein effekt, der auch im haupthaus für visuelle überrschungen sorgt.

eine reduktion auf einheitliche fensterformate in 3 standardgrössen, die kompaktheit der baumassen trotz der optisch gestreckten erscheinung und einfache klare details ermöglichen eine leistbare kostenstruktur, zu der nicht zuletzt auch der bauherr durch klare entscheidungen und eigenleistungen seinen beitrag beisteuert.  

balken2.jpg
plan3.gif

diese zweiteilige villa ersetzt das bisherige (fertig)haus der familie. die kinder sind erwachsen, nun wurde es zeit sich neu einzurichten. der tägliche lebensraum wird auf eine ebene, die gartenebene, gelegt, um trotz der grösse der anlage kurze wege und höchste funktionalität im täglichen leben zu ereichen. geteilt in einen privatbereich und einen wohnbereich orientiert sich dieses geschoss in zwei unterschiedliche richtungen. der wohnbereich ist über eine 6 m breite skyframe verglasung mit dem garten verbunden, diese lässt sich vollständig in die wand einschieben. die überdachung der terrasse und das bodenmaterial ziehen den raum weiter, verstärkt wird dieser effekt auch durch den eingeschobenen kubus der küche, der von der terrasse als auch vom wohnraum aus begehbar ist. die erschliessung durchdringt als ein canyon des lichtes alle 3 geschosse, südgerichtet, mit schwingenden weissen rundungen, eine durchgehende bilderwand freistellend. über brücken führt hier eine über der schlucht schwebende treppe in einen besonderen extraraum, der wie die flybridge eines bootes auf dem haus aufliegt. ein grosser weisser stahlflügel schützt vor sonne und nimmt den schwung der landschaft und der strasse auf. dem folgen auch die eingeschobenen kuben und die anordnung der baukörper insgesamt. die dreiecksform des raumes selbst reagiert auf die beiden zentralen sichtachsen der umgebung: der traunstein und der kürnberger wald. ein kamin bildet zentrales element, sonst laden bücher und ein grosszügiges sofa zum abschalten ein. das untergeschoss umfasst neben dienenden räumen wie wirtschaftsraum, garage und technikraum auch einen wellnessbereich mit einem hallenbad, das über ein in der terrasse eingeschnittenes atrium belichtet und erschlossen wird. der eingangsbereich als unterste ebene des lichtdurchfluteten erschliessungscanyons blickt über die wasserfläche ins freie, daher wird die lage dieser flächen im untergeschoss nicht als solche spürbar, ein überraschender moment, wenn man das haus von aussen zwischen den beiden bauteilen betritt. ursprünglich wurde von archiguards ein freistehender turm aus zwei betonhalbschalen in die komposition der südfassade eingefügt, dessen 10 cm breite lichtschlitze genau in der nord süd achse ausgerichtet waren. als kontemplativer ruheraum (in direkter verbindung erdmittelpunkt – all) angedacht, wurde der oben offene turm in der bauphase auf terrassennivau gekürzt und mit einer wendeltreppe ausgestattet. der barocke gedanke, den garten durch ein element in der blickachse zu vergrössern, wurde vom bauherrn hier nicht bevorzugt. durch intensive zusammenarbeit mit der gartenplanerin konnte im endeffekt eine integrative lösung mit biotop und differenzierten aussenflächen geschaffen werden, die das thema architektur nicht an der türschwelle enden lässt, andererseits üppige, aber pflegeleichte freiraumgestaltung sich mit den baukörpern verzahnt. die zweigeschossige raumwirkung unter dem flügel im aussenbereich, die bambusartigen geländer und ein gewohnt ausgefeiltes beleuchtungskonzept lassen den garten zum aufregenden lebensraum werden. auf rasen konnte übrigens auf wunsch der baufrau verzichtet werden.