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wohnen für 3 generationen

Ein bestehendes älteres Haus wird um ein zweites gartenseitig erweitert. Hier soll die junge Familie mit zwei Kindern Platz finden, während Oma und Hund im bestehenden Haus bleiben, auch während der Bauphase. Auf drei Geschossen werden Alt und Neu verbunden, ohne sich im Inneren zu berühren. Die alte Fassade bleibt auch im Inneren erhalten, Fenster können in den gemeinsamen Zwischenraum geöffnet werden, der alte Balkon wird zum Lesecorner. Der neue Baukörper reagiert stark auf die Umgebung. Im Erdgeschoss saugt die Wohnküche durch grosse Schiebetüren den Garten auf. Im introvertierten Mittelgeschoss finden die Privaträume Platz, während das Dachgeschoss den Eltern einen Bereich reserviert, der als zweites Wohnzimmer und Schlafzimmer zugleich wirkt. Die dramatisch hohe Raumkubatur entsteht aus einer Konstruktion, die gefiltertes Westlicht scheinbar über das viel zu grosse, am Rande der Legalität dimensionierte Nachbarhaus einfängt. Inspiriert nicht zuletzt auch von der Kunstsammlung der Bauherrn entsteht eine aussergewöhnliche Lichtführung auf weissen Flächen. Der von aussen kompakt wirkende Baukörper scheint durch statische Wirkung des Mittelgeschosses auf einer einzigen dünnen Stütze geradezu zu balancieren. Die Baumasse löst sich nach oben hin in Scheiben auf, die Giebelmauern werden von massiven Holzelementen überspannt, in einer Schräge, die dem Nachbarn und nicht zuletzt dem eigenen Garten möglichst viel Licht lässt. Auch der Grundriss reagiert um den wertvollen Start der Nachmittagssonne im Garten nach vorne zu verlegen. 3 Generationen haben hier ihre Rückzugsbereiche gefunden, die Mädchen können sich gar über den Balkon in die geliebte Dachkammer in Oma’s Haus einschleichen.

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